Vor grossem Publikum bot der Musikverein Eintracht Güttingen am Samstag einen gelungenen Unterhaltungsabend. In der Mehrzweckhalle Rotewis zeigten 37 Musikantinnen und Musikanten ihr vielseitiges Können. Ein Vorgeschmack auf das NOS 2026 im Juni.
Mit viel Leidenschaft, musikalischem Können und Humor hat der Musikverein Eintracht Güttingen am Samstag seine Abendunterhaltung unter dem Motto «Arena – Musik, Tradition und Sägemehl» zelebriert. Rund 300 Zuhörerinnen und Zuhörer nahmen in der Mehrzweckhalle Rotewis teil. Mit diesem Programm in Schweizer Tradition war für beste Unterhaltung über mehrere Stunden gesorgt.
Tradition trifft Musik
Der Saal war Teil einer Schwingerarena. Rustikale Elemente, eine stimmige Nebenbühne mit Holzbrunnen und Schwingerhose und Blumendekoration boten die passende Kulisse. In diesem Rahmen überzeugte der Musikverein unter der Leitung ihres Dirigenten Christian Schärer mit traditioneller Blasmusik bis hin zu modernen Arrangements. Die Musikantinnen und Musikanten zeigten zu anspruchsvoller Literatur spürbare Spielfreude. Es wurde emotional, als die Musikanten eine Kostprobe vom Selbstwahlstück «Ivanhoe» am Eidgenössischen Musikfest in Biel gaben. Ein bombastischer Auftakt im ersten Teil war gemacht, gefolgt von einer Hymne, die Dramaturgie zwischen Liebe und Loyalität mit einem grossen Finale im dritten Teil vermittelten. «Bravo», rief einer im Saal zum Ergebnis vieler Proben.
Neben der Musik kam noch grossartiger Humor hinein: Das Moderationsduo mit dem Kreuzlinger Stadtrat Markus Brüllmann und Lehrerin Carmen Weber leitete jeweils mit Hintergrundgeschichten zum nächsten Musikstück über. 37 Musikantinnen und Musikanten im Alter zwischen 15 und 80 Jahren traten als grosser Klangkörper und versiert als Solisten auf. Mit unterhaltsamen Showelementen gelang es dem Musikverein, das Publikum zum Schmunzeln und Lachen zu bringen.
Bewährter Dirigent
Klar stimmten die Musikanten «The Winner Takes it All» von ABBA an. Nach der Pause zeigten die Perkussionisten ihr Können zu «Mission Impossible». Die Moderation spähte bereits ins Publikum und schon marschierte das Orchester zum «Einzug der Gladiatoren» in den Saal. Dynamische Klänge folgten zum «Bruttosozialprodukt». Moderatorin Carmen Weber kennt sich in der Schwingerszene aus, denn Musik erklingt zum «Schwingerlüüt im Schwizerland». Dann folgten sphärische Passagen zum «Game of Thrones». Die Musikanten setzten zur Überraschung des Publikums das «Wackelkontakt» musikalisch um.
Musikverein am NOS
Der Anlass stand ganz im Zeichen von Gemeinschaft und Tradition. Diese Verbundenheit machte die Veranstaltung zu einem erfolgreichen Treffpunkt unter Generationen. Die Mitte-Kantonsrätin und OK-Präsidentin Sandra Stadler gab einen kurzen Überblick auf das kommende Highlight, das Nordostschweizer Schwingfest (NOS) vom 27./28. Juni 2026 in Güttingen. Dieses ist eines der wichtigsten Schwingfeste der Saison in der Ostschweiz mit viel Prominenz, den besten Schwingern wie Sämi Giger, Damian Ott und Werner Schlegel. Erwartet werden rund 20 000 Zuschauer. Dazu kam die Frage im Moderatorenteam auf, wer denn am NOS für Superstimmung sorgen kann. Der Dirigent stimmte die passende Literatur an.
Fast am Schluss des Unterhaltsprogramms ging die 80er Kult(tour) über die Bühne. Der Applaus des Publikums war gross. Der Musikverein Eintracht Güttingen verdankte dies mit Zugaben. Einen emotionalen und andächtigen Schlusspunkt setzte das Musikstück «Alls, was bruchsch uf dr Welt», mit dem der Verein seiner verstorbenen Musikkollegin Eliana Bättig gedachte.
Der Musikverein Eintracht Güttingen rückte das kulturelle Leben ins Zentrum. Die Gäste liessen den Abend gemeinsam ausklingen. Schliesslich standen attraktive Preise aus der Nietenverlosung für die glücklichen Gewinner bereit.
Text: Manuela Olgiati
